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Sprache:deutsch
Reihe:Studi. Schriftenreihe des Deutschen Studienzentrums in Venedig
Bandzählung:19 /SDSV-19
Auflage:1
Ausstattung:40 farb. Illustrationen, 53 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:392
Format:17 x 24 cm
Gewicht:1377 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:20.03.2020
ISBN:978-3-7954-3443-4
Verlag:Schnell & Steiner

Lars Zieke

Natur und Mimesis

Visualisierungen des Atmosphärischen in der religiösen Malerei Venedigs und Mailands um 1500

In der norditalienischen Malerei vollziehen sich im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert richtungsweisende Neuformulierungen bildräumlicher Gestaltungsweisen und der Auffassung von Landschaftsdarstellung. Ausgehend von Giovanni Bellini in Venedig und Leonardo da Vinci in Mailand, tritt besonders das Interesse für atmosphärische Qualitäten der Landschaft in den Vordergrund. Viele dieser Phänomene zeigen sich im Bereich von Bildern mit religiösem Sujet und stehen dabei auch in Zusammenhang mit neuen Bildaufgaben und sich wandelnden Rezeptionsbedingungen.


Für die Analyse lokalspezifischer Gestaltungsweisen zur Darstellung des Atmosphärischen werden in dem Band Formen und Prozesse künstlerischen Austauschs behandelt sowie die Zirkulation neuer Bildkonzepte der führenden Malerpersönlichkeiten besonders durch die Fokussierung auf die Mobilität der Maler in ihrem Umkreis dargelegt. Anhand von Fallbeispielen der Malerei in Venedig und Mailand werden zudem verschiedene Konzepte von Bildräumlichkeit mit dem Fokus auf die Darstellung atmosphärischer Phänomene untersucht, die das religiöse Sujet visuell erfahrbar machen sollen.

- Darstellungen des Atmosphärischen werden ins Verhältnis zu Diskursen von Natur und Mimesis gesetzt, um ihre Rolle bei der Vermittlung von Bedeutung im Bild zu verstehen
- Gegenüberstellung der künstlerischen Positionen Venedigs und Mailands und Untersuchung der Dynamiken künstlerischen Austauschs


Lars Zieke studierte Kunstgeschichte, Neuere Deutsche Literatur und Geschichte in Berlin und Rom. Promotion in Tübingen. Dort war er als Wiss. Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut tätig und Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Religiöses Wissen im vormodernen Europa (800–1800)“. Seit Oktober 2019 ist er Wiss. Mitarbeiter an der Professur für Neuere Kunstgeschichte am Seminar für Kunstgeschichte und Filmwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena.