66,00 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: ca. 117 Farb. und s/w-Abbildungen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:288
Format:21 x 28 cm
Lieferbarkeit:In Planung
Erscheinungstermin:25.03.2019 (geplant)
ISBN:978-3-7954-3417-5
Verlag:Schnell & Steiner

Ute Fessmann

Das Programm des Karlsschreins im Kontext seiner Zeit

Der Reliquienschrein Karls des Großen gilt als eines der bedeutendsten Kunstwerke staufischer Zeit. Sein Programm veranschaulicht die Bedeutung Karls als Idealkaiser und Heiliger wie auch das Selbstverständnis der zwischen 1182 und 1215 regierenden römisch-deutschen Herrscher, in deren Auftrag der Schrein entstanden ist.

• Das Programm wird in seiner Gesamtheit mit allen Einzelkomponenten, die Inschriften, den räumlichen Kontext der Marienkirche und den funktionalen Kontext der Königskrönungen einschließend, analysiert.
• Die Interpretation des Programms berücksichtigt sowohl künstlerische Vergleichsobjekte wie auch die verschiedensten Schriftquellen der Zeit.


Bereits zu seinen Lebzeiten wurde Karl der Große als „Leuchtturm Europas“ gewürdigt. Seiner großen historischen Bedeutung entspricht die Aufmerksamkeit, die der Person des 1165 heiliggesprochenen Kaisers durch die Jahrhunderte bis hin zum Streit über des Kaisers Bart gewidmet wurde. Obwohl auch der Karlsschrein, in dem die Gebeine des Herrschers nach wie vor ruhen, seit Mitte des 19. Jahrhunderts das große Interesse der (kunst-)historischen Forschung fand, gibt das in der Person des Heiligen begründete höchst eigenwillige Programm nach wie vor Rätsel auf, zu deren Lösung der Band einen wichtigen Beitrag leistet.
Aus der Analyse vergleichbarer Kunstwerke und vor allem auch der Schriftquellen der Zeit haben sich grundlegende Neu-Interpretationen ergeben, die in der Summe ein schlüssiges Gesamtkonzept des Programms von überragendem intellektuellen Anspruch erkennen lassen.


Nach dem BWL-Studium begann Ute Fessmann noch während ihrer Berufstätigkeit 2003 das Studium der Kunstgeschichte und der Geschichte an der Universität Stuttgart (Magister 2009), das sie 2018 mit der Promotion an der Universität Kiel abschloss. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Kunst des Mittelalters, insbesondere die Wandmalerei und Schatzkunst.