34,95 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Schriftenreihe des Zentrums für Mittelalterausstellungen Magdeburg
Bandzählung:5 /SZMM-5
Auflage: 1
Ausstattung: ca. 150 Abb.
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:368
Format:18 x 25 cm
Lieferbarkeit:In Planung
Erscheinungstermin:29.04.2019 (geplant)
ISBN:978-3-7954-3397-0
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Gabriele Köster, Stephan Freund

919 - Plötzlich König. Heinrich I. und Quedlinburg

Innerhalb weniger Jahre vereinte Heinrich I. (der Vogler), 919 von Franken und Sachsen zum König erhoben, auch Bayern, Schwaben und Lothringer hinter sich. Er wehrte die sein Reich bedrohenden Ungarn ab und schuf damit die Grundlagen für die Herrschaft seines Sohnes Ottos des Großen. In der Welterbestadt Quedlinburg, das in einer Urkunde Heinrichs I. im Jahre 922 erstmals erwähnt wird, fand er seine letzte Ruhestätte.

- Machtverhältnisse und Strukturen im späten 9. und 10. Jahrhundert im Ostfrankenreich
- Wie kam Heinrich I. (der Vogler) auf den Thron des ostfränkischen Reiches, wie hielt er sich dort, und was wurde aus seiner Herrschaft?


2019 jährt sich die Königserhebung Heinrichs I. zum 1100. Mal. Aus diesem Anlass widmete sich eine interdisziplinäre Tagung dem ersten Herrscher aus der Familie der Liudolfinger-Ottonen. Ihre Vorträge sind in diesem Buch gesammelt. Historiker, Archäologen, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Germanisten gingen der Frage nach, ob die weitverbreitete Auffassung zutreffend ist, Heinrich I. sei plötzlich, also gewissermaßen aus dem Nichts als erster Sachse und Nichtkarolinger auf den Thron des Ostfränkischen Reiches gelangt.
Die Sektion „Vor Heinrich“ untersuchte die Voraussetzungen von Heinrichs Erhe¬bung sowie die Verhältnisse im Ostfrankenreich des späten 9. und frühen 10. Jahrhunderts sowie in und um Quedlinburg. Die Sektion „Mit Heinrich“ nahm eine Bestandsaufnahme seiner Herrschaft vor und war zu¬gleich eine kritische Revision seiner Einschätzung durch die Forschung. Die Sektion „Nach Heinrich“ rückte die vielfältige Wirkungsgeschichte Heinrichs I. bis hin zu seiner Instrumentalisierung durch die Nationalsozialisten in den Fokus.


Prof. Dr. Stephan Freund ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt zum einen auf der Europäischen Geschichte des frühen und hohen Mittelalters im epochen- und länderübergreifenden Vergleich, zum anderen innerhalb des Pfalzenarbeitskreises Sachsen-Anhalt (Vorbereitung der wissenschaftlichen Erschließung sowie der touristischen Vermarktung der Königspfalzenlandschaft Sachsen-Anhalt). Dr. Gabriele Köster ist Kunsthistorikern und Direktorin der Magdeburger Museen. Sie ist im Vorstand des Zentrums für Mittelalterausstellungen (ZMA), dessen Kernaufgaben im „Erforschen“, „Ausstellen“ und „Vermitteln“ der reichen mittelalterlichen Geschichte Sachsen-Anhalts und darüber hinaus Mitteldeutschlands liegen.