66,00 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 167 s/w Zeichnungen, 42 farb. Zeichnungen, 2 s/w Tabellen, 181 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:240
Format:28,7 x 24 cm
Gewicht:1528 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:06.12.2018
ISBN:978-3-7954-3377-2
Verlag:Schnell & Steiner

Ulrike Beck

Kleidung des 1. Jahrtausends v. Chr. in Xinjiang

Schnittentwicklung zwischen Funktionalität, Ästhetik und Kommunikation

Kleidung wird für den menschlichen Körper und die Bewegung geschaffen, erst getragen erlangt sie ihre Vollständigkeit. Das Buch präsentiert eine neue wissenschaftliche Methodik, die forensische Techniken mit denen des Reverse Engineering kombiniert. Angewendet auf Kleiderfunde aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. deckt deren systematische Rekonstruktion neue Erkenntnisse auf, ihre Tragweite geht über die Funde selbst weit hinaus. Im konsequenten Zusammenspiel von Texten und umfassendem Bildmaterial, Fotografien, Schnitt- und Konstruktionszeichnungen werden Produktionstechniken und Design dieser oft erstaunlich modern anmutenden, außergewöhnlichen Kleider umfassend präsentiert.


Die neue interdisziplinäre Methodik ermöglicht eine exakte wissenschaftliche Rekonstruktion und systematische Auswertung historischer und prähistorischer Kleiderfunde, ihrer Gestaltungs- und Produktionsstrategien. Sie wird an hervorragend erhaltenen, zur Ausstattung der Tarim-Mumien gehörenden Kleiderfunden des 1. Jt. v. Chr. in Xinjiang angewendet. Die rekonstruierten Kleider werden in ihrer Funktionalität im Bezug zum Träger betrachtet. Die Ergebnisse weisen zum ersten Mal die wegweisende technologische Innovation des Zuschnittes innerhalb der Kleiderproduktion bereits im 1. Jt. v. Chr. in Xinjiang nach. Diese markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Kleiderherstellung und die Geburtsstunde einer neuen Disziplin: der Schnittkunst, heute Grundlage der Kleiderproduktion.

- Kleidung des 1. Jahrtausends v. Chr. rekonstruiert und von Modellen getragen
- Untersuchungen zur Geburtsstunde der Schnittkunst


Dr. Ulrike Beck untersucht anhand neuer wissenschaftlicher Methoden und materieller Quellen Designstrategien und Konstruktion von Kleidung. Als Designforscherin arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Identität und Kontext. Dabei interessiert sie insbesondere die Entwicklung spezifischer Gestaltungsstrategien zu einem bestimmten Zeitpunkt und deren essenzieller Anteil an der Weiterentwicklung technisch-ökonomischer Prozesse.