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Sprache:deutsch
Reihe:Eikoniká. Kunstwissenschaftliche Beiträge, im Auftrag der Görres-Gesellschaft
Bandzählung:8 /EIKO-8
Auflage: 1
Ausstattung: 20 s/w Zeichnungen, 2 farb. Zeichnungen, 256 farb. Illustrationen, 1 CD-Rom mit Dokumentationsteil , 24 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:328
Format:21 x 28 cm
Gewicht:1705 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:20.12.2018
ISBN:978-3-7954-3368-0
Verlag:Schnell & Steiner

Daniel Buggert

Die Villa Mondragone in Frascati

Eine gebaute Demutsformel Gregors XIII.

Der bisher unbekannte Ursprungsbau der Villa Mondragone folgt einem überraschenden intellektuellen Konzept. Mit einer gebauten Demutsformel wird Gregor XIII. zum Hüter der gottgegebenen Weltordnung stilisiert, die er in der Villa wiederherstellt, in der die nach ihm benannte Kalenderreform stattfand.

• Rekonstruktion einer Papstvilla des 16. Jh.
• Sorgfältige architekturhistorische Rekonstruktion eines bisher unbekannten Baus


Am 24. Februar 1582 verabschiedete Papst Gregor XIII. seine bis heute gültige Kalenderreform. Trotz der welthistorischen Bedeutung blieb der Ort des Ereignisses, die Villa Mondragone in Frascati, ohne Beachtung. Grund hierfür ist, dass das Bild der Villa durch monumentale Erweiterungen der Borghese-Familie geprägt ist, während das bisher nur vage bekannte ursprüngliche Gebäude als unbedeutend gilt.
Eine neue Rekonstruktion des Ursprungsbaus zeigt eine funktional klar gegliederte Anlage, deren Struktur ein ebenso klares ikonografisches Konzept zugrunde liegt. Die Kombination eines Palastes mit der Hütte eines Eremiten macht die Villa zur gebauten Interpretation der päpstlichen Demutsformel „servus servorum dei“; der Landaufenthalt des Papstes, der die Ordnung der Welt wiederherstellt, wird so zum frommen Akt gegenüber der Schöpfungskraft Gottes, die sich in der Natur offenbart.


Daniel Buggert legt mit dieser Arbeit seine Promotion an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen vor. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Architekturgeschichte, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln.