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Sprache:deutsch
Reihe:Forum Mittelalter - Studien
Bandzählung:15 /FOMIS-15
Auflage: 1
Ausstattung: ca. 90 Abb.
Medium:Buch
Einbandart:Softcover (Broschur fadengeheftet)
Seitenzahl:448
Format:17 x 24 cm
Gewicht:1400 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:24.05.2019
ISBN:978-3-7954-3356-7
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Susanne Ehrich, Andrea Worm

Geschichte vom Ende her denken

Endzeitentwürfe und ihre Historisierung im Mittelalter

In der Geschichte des Christentums gab es immer wieder Versuche, nach Zeichen des nahenden Weltendes zu forschen. Vor allem in Umbruch- und Krisenzeiten sind entsprechende Tendenzen zur Historisierung des Endzeitszenarios erkennbar. Im 11. und 13. Jh. und ihrem Blick auf die Offenbarung des Johannes liegen die intellektuellen und geistesgeschichtlichen Grundlagen für die seit dem späten Mittelalter drängende Gegenwartsrelevanz der Endzeit.

• Tagungsband zur Internationalen Jahrestagung des Forums Mittelalter

• Interdisziplinäre Studien zur Wandlungsfähigkeit und Produktivität von eschatologischen Entwürfen im Mittelalter


Die Mitte des 12. Jhs. markiert einen Umbruch im Verständnis der Offenbarung. Ausgelöst durch die historische Deutung der Apokalypse, wurde die Frage nach der „Gegenwart der Endzeit“ vielfach in Apokalypse-Kommentaren, prophetischen Texten oder Predigten verhandelt. Auch in visuellen Medien wie der Buchillustration oder der Malerei wurde die Offenbarung verstärkt zum Thema. Hier manifestieren sich die vielfältigen Möglichkeiten der Annäherung an endzeitliche Themen, die dann als Bildwelten besondere Wirkmacht entfalteten.
Der Band vereint Einzelstudien unterschiedlicher Disziplinen mit dem Ziel, den Blick auf die verschiedenartigen medialen Strategien freizugeben, mit denen eschatologische Szenarien im Mittelalter einer historischen Interpretation und Aktualisierung unterworfen wurden. Die Beiträge eröffnen dabei neue Perspektiven auf die bahnbrechende Offenbarungsauslegung Joachims von Fiore und ihre Verbreitung in Texten und Bildern, wenden sich aber auch weniger bekannten Theologen zu. Darüber hinaus stehen auch monumentale Apokalypse-Zyklen, Wandbilder zum „Jüngsten Gericht“, Altäre oder Glasmalereien mit eschatologischem Bezug im Mittelpunkt.