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Sprache:deutsch
Reihe:Festungsforschung
Bandzählung:10 /DGF-10
Auflage: 1
Ausstattung: 132 farb. Illustrationen, 27 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Softcover (Broschur fadengeheftet)
Seitenzahl:464
Format:17 x 24 cm
Gewicht:1443 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:26.07.2018
ISBN:978-3-7954-3307-9
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Ingrid Mader

Die Residenzstadt Wien an der Donau

Die Geschichte der Stadtbefestigung am Beispiel der Neutorbastion

Im Fokus des 10. Bandes der Schriftenreihe Festungsforschung steht die frühneuzeitliche Neutorbastion in Wien, von der Teile bei Ausgrabungen im Jahr 2008 freigelegt werden konnten. Sie wurde auf dem vormaligen Gebiet der mittelalterlichen Vorstadt vor dem Werdertor errichtet (Fertigstellung 1568), um das Neutor und das innerhalb der Festung befindliche Schiffsarsenal, das durch einen Kanal mit dem Donauarm verbunden war, zu sichern.


Das für Wien und seine Bewohner traumatisierende Ereignis der Ersten Türkenbelagerung im Jahr 1529 hatte den Beschluss Ferdinand I. zur Folge, die Stadtbefestigung gemäß dem neuesten Verteidigungskonzept, dem Bastionärsystem auszubauen. Der große finanzielle Aufwand ließ nur eine etappenweise Umsetzung zu: So entstanden im 16. Jahrhundert unter Hinzuziehung italienischer Fachleute elf Bollwerke und im folgenden Jahrhundert weitere Bastionen, Ravelins, ein gedeckter Weg und das Glacis. Nachdem Wien 1817 offiziell als Festungsstadt aufgelassen worden war und man Jahrzehnte später die Schleifung der Stadtbefestigung beschloss, bedeutete das auch das Ende für die Befestigung von Wien. Mit der ab dem Jahr 1858 einsetzenden Demolierung wurde Platz für die Bauten der sogenannten Gründerzeit geschaffen.
Der interdisziplinäre Ansatz bei der Auswertung der archäologischen Dokumentation lässt ein vielschichtiges Bild vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert entstehen.

• Aktuelle Forschungen zur Festungsgeschichte Wiens

• Hohes Maß an Anschaulichkeit durch enge Verknüpfung von Text und Bild