39,95 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 138 farb. Illustrationen, 9 s/w Zeichnungen, 63 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:264
Format:21,5 x 30 cm
Gewicht:1528 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:31.08.2017
ISBN:978-3-7954-3115-0
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Thomas Pöpper

Cranach in Zwickau

Das Retabel in der St. Katharinenkirche

Das Kunigundenaltar in St. Marien aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. hat seit fast 500 Jahren seinen Platz auf dem Hochaltar der reformationsgeschichtlich bedeutsamen Zwickauer Katharinenkirche. Das u.a. in ikonografischer Hinsicht – es zeigt die Fußwaschung im Zentrum – exzeptionelle Bildwerk erfährt hier eine erste ausführliche Würdigung.


Wie kaum ein zweites Denkmal ist das Zwickauer Retabel zum Zeugnis von Reformation, Migration und Konversion geworden.
Jüngst kunsttechnologisch untersucht und restauriert, gibt das faszinierende Altarbild der Wissenschaft zahlreiche Rätsel auf: Ist es ein Werk ‚aus einem Guss‘ oder vielmehr ein Mixtum compositum aus drei oder vier bislang unbekannten Cranach’schen Altären? Ist seine Genese zu einem ikonografisch und theologisch konzisen Bildmanifest geradlinig verlaufen oder führte die bisherige Lesart der Quellenüberlieferung in die Irre? Deuten die Befundspuren auf nachträgliche Gemäldekompilationen, etwa zum Zwecke der Lutherisierung des Bildprogramms? Und wenn ja, wie wäre der Gang der Objektgeschichte vor der Kulisse der soziohistorischen Verwerfungen in der ersten Hälfte des 16. Jh. neu zu rekonstruieren? Die spannende Diskussion wird von Fachwissenschaftlern aus Kunst- und Baugeschichte, Restaurierungs- und Geschichtswissenschaft sowie Denkmalpflege kontrovers geführt, ergänzt durch eine Quellenedition und eine eigens angefertigte Fotodokumentation.

• Erste Monografie zu einem der rätselhaftesten Cranach-Werke in Deutschland
• Maßstäbe setzende Dokumentation zu einem kunst- und reformationsgeschichtlich sowie restaurierungswissenschaftlich komplexen Retabels