50,00 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main
Bandzählung:32 /AMF-32
Auflage: 1
Ausstattung: ca. 374 Farb.- und s/w-Abb.
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:496
Format:21 x 28 cm
Lieferbarkeit:In Planung
Erscheinungstermin:29.04.2019 (geplant)
ISBN:978-3-7954-3187-7
Verlag:Schnell & Steiner

Egon Wamers

Archäologie des Tassilokelchs

Zu den herausragendsten Kunstdenkmälern des Alpenraumes gehört der Tassilokelch, der von Baiernherzog Tassilo III. und seiner Frau Liutpirc wohl 777 für Stift Kremsmünster in Oberösterreich gestiftet wurde. Der Kelch ist namengebend geworden für Kunst und Ornamentik einer Vielzahl von Goldschmiedearbeiten, vorwiegend aus archäologischen Befunden der 2. Hälfte des 8. Jh.


Seit 2015 unternahmen das Archäologische Museum Frankfurt, das Stift Kremsmünster und das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz eine grundlegende naturwissenschaftliche und kunsthistorische Neu-Analyse des Kelches. Die Ergebnisse der Untersuchungen in den Werkstätten des RGZM wurden systematisch ausgewertet und liefern nun die Datenbasis für eine aktuelle naturwissenschaftliche Gesamtschau.
Parallel dazu wurden von international renommierten Archäologen, Kunsthistorikern und Historikern Untersuchungen zur immer noch ungeklärten Ikonographie des Kelches angestellt. Das Archäologische Museum befasste sich mit der Schatzkunst an Tassilos Hof, die wegen der systematischen Zerstörung und Zerteilung seiner thesauri durch Karl d. Gr. nach Tassilos Entmachtung 788/794 nur noch in geringen Resten und Spolien über ganz Europa zerstreut erhalten und bislang nicht identifiziert ist.

• Naturwissenschaftliche und kunsthistorische Neu-Analyse und -Bewertung des Tassilokelches

• Beispielgebende Untersuchung zur Goldschmiedearbeit des 8. Jh.