39,95 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Regensburger Klassikstudien
Bandzählung:1 /RKST-1
Auflage: 1
Ausstattung: 4 farb. Illustrationen, 7 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:232
Format:17 x 24 cm
Gewicht:864 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:26.09.2016
ISBN:978-3-7954-3129-7
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Achim Geisenhanslüke

Würdelos

Ehrkonflikte von der Antike bis in die Gegenwart

Der erste Artikel des Grundgesetzes garantiert die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Diese ergibt sich erst aus konkreten Erfahrungen von Ehrverletzungen, wie in 11 Beiträge unterschiedlicher Disziplinen gezeigt wird. Das Themenspektrum reicht von der Antike bis in die Gegenwart und macht deutlich, welch zentrale Bedeutung die Begriffe Ehre und Würde zu allen Zeiten hatten und wie sie zugleich stets in Frage gestellt waren.


Das Thema der Würde hat Konjunktur. Umstritten ist der Absolutheitsanspruch der Würde in rechtlicher wie in ethischer Hinsicht. Dem normativen Anspruch der Menschenwürde stehen alltägliche Erfahrungen gegenüber, die ihm widersprechen. Aus der geschichtlichen Erfahrung der Antastbarkeit der Würde, die sich immer wieder in Ehrkonflikten niedergeschlagen hat, wird deutlich, wie zentral die Begriffe in Geschichte und Gegenwart sind.
Die Beiträge des Bandes fragen nach dem Wert der Menschenwürde, indem sie den Begriff zum einen historisieren und zum anderen die damit verbundene Überlagerung der beiden Begriffe der Ehre und der Würde in den Blick rücken. Sie reflektieren damit die normative Geltung des Begriffes aus der konkreten Erfahrung der Verletzung von Ehre und Würde, wie sie in zahlreichen historischen und literarischen Überlieferungen dokumentiert ist.

• Würde und Ehre sind durch alle Zeiten zentrale Themen, die unabhängig von ihrer fachgebundenen Relevanz eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung haben.
• Die Spannweite der Betrachtung aus Philosophie, Philologien, Rechtswissenschaften sowie Psychologie und Sozialwissenschaft reicht von der Antike bis zur Gegenwart.


Herausgeber: Achim Geisenhanslüke: 2004-2014 Professur für Neuere deutsche Literatur an der Universität Regensburg. Seit 2014 Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Autoren: Markus A. Gruber (Regensburg), Thomas Emmrich (Frankfurt), Peter Herz (Regensburg), Udo Friedrich (Köln), Martin Löhnig (Regensburg), Achim Geisenhanslüke (Frankfurt), Klaus-Michael Bogda (Bielefeld)l, Anne-Julia Zwierlein (Regensburg), Martin von Koppenfels (München), Hans Richard Brittnacher (Berlin), Tonio Walter (Regensburg).