39,95 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 109 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:224
Format:17 x 24 cm
Gewicht:853 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:09.09.2015
ISBN:978-3-7954-3004-7
Verlag:Schnell & Steiner

Annette Haug

Bild und Ornament im frühen Athen

Bild und Ornament sind in ihrer visuellen Funktion eng aufeinander bezogen. Das vorliegende Buch hat sich zur Aufgabe gemacht, Bild-Ornament-Relationen für das 10. bis 7. Jh. v. Chr. in Athen nachzuzeichnen. Damit liegt der Fokus auf jener Epoche, in der die Genese der
,griechischen Kunst‘ verortet wird.


Das Ornament hat Konjunktur. Nach einem Jahrhundert der Verweigerung tritt es in der gestalterischen Praxis, insbesondere aber in der wissenschaftlichen Reflexion erneut auf den Plan. Für die Bestimmung des Ornamentalen bieten sich dabei in besonderer Weise visuelle Kulturen an, in denen wie im frühen Athen (10.- 7. Jh.) dem Ornamentalen eine zentrale Rolle zukommt. Gleichzeitig fällt in diesen
Zeithorizont auch die Ausbildung einer komplexen Bildkultur. Ausgehend von Kategorien, die das Bild bestimmen – der Dichte seiner Bedeutungen,
der Bildordnung, des Verhältnisses von Figur und Grund und der Rahmung, wird es möglich, das enge, sich gegenseitig bedingende
Wechselverhältnis von Bild und Ornament zu charakterisieren. Dabei zeigt sich, dass der Dekor der frühen Gefäße häufig explizit darauf angelegt
wird, Grenzen von Ornament und Bild zu überschreiten.

+ Dichte Beschreibung der visuellen Kultur Athens zwischen dem 10. und 7. Jh.
+ Analyse der historischen Dimension der Ornament-Bild-Relationen


Autorin: Annette Haug ist seit 2012 Professorin für Klassische Archäologie an der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel. Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt bildwissenschaftlichen Fragestellungen und dem Verständnis antiker Lebensräume.