29,95 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: Grund- und Aufrisse, Lagepläne , 99 s/w Illustrationen, 83 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Softcover (Klappenbroschur fadengeheftet)
Seitenzahl:240
Format:17 x 24 cm
Gewicht:788 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:23.06.2015
ISBN:978-3-7954-2848-8
Verlag:Schnell & Steiner

Chris Gerbing, Isabel Greschat, Christoph Timm

Sie bauten eine neue Stadt

Der Neuaufbau Pforzheims nach 1945

Pforzheim wurde am 23. Februar 1945 durch einen britischen Bombenangriff weitgehend zerstört. Seitdem ist die „Goldstadt“ auf der Suche nach ihrer Identität. Das Begleitbuch zur Ausstellung richtet sein Augenmerk erstmals auf die städtebaulichen Konzepte der ersten Nachkriegszeit, die bis heute das Gesicht der Stadt prägen.


Pforzheim war deutschlandweit die, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, im 2. Weltkrieg meistzerstörte Stadt, nur wenige Häuser blieben intakt. In dieser Situation wurde der Wiederaufbau als Chance begriffen, experimentelle Konzepte modernen Städtebaus auszuprobieren. Dabei konkurrierten kontroverse Leitbilder und Vorschläge miteinander: Kulturforum versus autogerechte Stadt, Bürgerstadt versus Geschäftscity, radikaler Neuanfang versus Erinnerung. Der Neuaufbau verlief keineswegs linear. Pforzheim hat dabei aber gerade in den 1950er/60er Jahren eine Anzahl wegweisender Bauten hervorgebracht, die ebenso thematisiert werden wie die Stadtplanung der Nachkriegszeit, das Ringen um die neue Stadt und die Personen, die entscheidend daran mitgewirkt haben : Professor Otto Ernst Schweizer aus Karlsruhe, Stadtbaudirektor Kurt Kaiser und Oberbürgermeister Johann Peter Brandenburg.

• Städteplanerische Entscheidungen der ersten Nachkriegszeit, die sich bis heute im Stadtbild niederschlagen
• Kulturachse und Neues Rathaus als neu konzipierte Stadtmitte
• Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Pforzheim vom 28. Juni – 21. Februar 2016


Der Link zur Ausstellung


Frau Dr. Chris Gerbing: Dr. Chris Gerbing studierte nach einer Ausbildung zur Schriftsetzerin in Karlsruhe, Basel und Straßburg Kunstgeschichte und promovierte zu einem interdisziplinären Thema an der TU Berlin. Nach Auslandsaufenthalten in Frankreich und den USA war sie sieben Jahren im Event-Management mit parallel freiberuflichen Tätigkeiten und in der Lehre tätig, seit sechs Jahren ausschließlich freiberuflich. Dabei reicht ihr Arbeitsspektrum vom Kuratieren von Ausstellungen über die Mitarbeit am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie bis zum Schreiben für die Badischen Neuesten Nachrichten. Wichtige Themenschwerpunkte ihrer Forschung sind der protestantische Kirchenbau nach 1945, die Entwicklung der Kunst im öffentlichen Raum und die Geschichte der aktuellen (medialen) Kunst. Bisherige Veröffentlichungen: • Leuchtende Wände in Beton. Die Matthäuskirche Pforzheim (1951-53) von Egon Eiermann: ihre Vorbilder, ihre Vorbildfunktion. Regensburg (Verlag Schnell & Steiner) 2013. • Chancen, Möglichkeiten und Grenzen von Kunst im Unternehmen. Eine interdisziplinäre Studie am Beispiel der »Kunstumzingelung« von Otto Herbert Hajek an der Sparda-Bank in Stuttgart. (Diss. Berlin 2008) Tübingen (Wasmuth-Verlag) 2010. • »The Man in the Paper-made Folding Boat or: Artist’s Movies as Virtual Worlds«, in: "Real Virtuality. About the Destruction and Multiplication of World", hrsg. von Ulrich Gehmann und Martin Reiche, transcript Verlag Bielefeld 2014 (= Reihe »Edition Kulturwissenschaft«), S. 193 - 216. Frau Dr. Isabel Greschat: Dr. Isabel Greschat ist Kunsthistorikerin und Kulturamtsleiterin der Stadt Pforzheim. Bisherige Veröffentlichungen: • Visionen für eine Stadt. 50-er-Jahre Architektur in Pforzheim. Regensburg 2011 • Peter Jacobi. Heidelberg 2010 • Reuchlins Bibliothek gestern und heute. Schätze und Schicksal einer Büchersammlung der Renaissance. Heidelberg/ Ubstadt-Weiher/ Basel 2007 Herr Christoph Timm: Dr. Christoph Timm ist seit 1988 Städtischer Denkmalpfleger in Pforzheim. Kunsthistoriker Studium der Kunstgeschichte, Mittleren und Neuen Geschichte sowie Klassischen Archäologie an der Universität Hamburg 1983-1984 Stipendiat der Stadt Hamburg am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München Seit 1988 Städtischer Denkmalpfleger in Pforzheim