74,00 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Eikoniká. Kunstwissenschaftliche Beiträge, im Auftrag der Görres-Gesellschaft
Bandzählung:5 /EIKO-5
Auflage: 1
Ausstattung: 239 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:268
Format:21 x 28 cm
Gewicht:1416 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:24.03.2015
ISBN:978-3-7954-2878-5
Verlag:Schnell & Steiner

Vibeke Charlotte Goldbeck

Fora augusta

Das Augustusforum und seine Rezeption im Westen des Imperium Romanum

Im südspanischen Merida wurde in den 1970er Jahren ein Baukomplex aus der frühen römischen Kaiserzeit entdeckt, der in seiner Ausstattung das prachtvolle Forum des Kaisers Augustus in Rom zitiert. In der Folge wurde für zahlreiche römische Städte im westlichen Mittelmeerraum reklamiert, ebenfalls ein solches „Augustusforum“ zu besitzen. Die vorliegende Arbeit stellt erstmalig all diese Fälle zusammen und untersucht ihr tatsächliches Verhältnis zum berühmten Vorbild.


In vielen Fällen lässt sich tatsächlich zeigen, dass in den betreffenden Anlagen die Gesamtkonzeption oder Details der Ausstattung auf das Augustusforum in Rom zurückgehen. Bei genauer Betrachtung handelt es sich in der Regel aber um einen sehr freien Umgang mit dem Vorbild, in dem sich auch die Vorstellungen der Auftraggeber und lokale Traditionen widerspiegeln. Zwar sind die Auftraggeber namentlich meist nicht bekannt, aber die Art und Weise, in der sie in ihren Bauten Bezug auf das hauptstädtische Original nehmen, verrät viel über sie. Es handelt sich um Mitglieder der lokalen Eliten, die zu betreffenden Zeit, dem 3. Viertel des 1. Jh. n. Chr., danach streben, Teil der Reichselite im Imperium Romanum zu werden. Dieser Anspruch äußert sich unter anderem in aufwändigen Stiftungen, für deren Ausstattung das Augustusforum ein attraktives Vorbild darstellt.

Erste umfassende Darstellung des Themas, das stellvertretend für die Frage nach der Rezeption bedeutender Bauwerke des kaiserzeitlichen Rom im Römischen Reich stehen kann
Die Studie wurde mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts ausgezeichnet.