12,95 EUR

Sprache:deutsch
Auflage:1
Ausstattung:21 s/w Illustrationen, 236 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Softcover (Broschur fadengeheftet)
Seitenzahl:256
Format:19 x 24 cm
Gewicht:730 g
Lieferbarkeit:Vergriffen
Erscheinungstermin:17.06.2014
ISBN:978-3-7954-2900-3
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Elisabeth Doerk, Wartburg-Stiftung

Reformatio in Nummis

Luther und die Reformation auf Münzen und Medaillen

Der vorliegende Band schildert verblüffende Hintergründe zu den bemerkenswerten Schaustücken, die sich seit fünf Jahrhunderten bis zur heutigen Zeit immer wieder mit Martin Luther und der Reformation befasst haben. Thematische Aufsätze runden die fundierten Informationen zu den einzelnen Objekten ab und führen auf unterhaltsame Weise in die Welt der Numismatik und Medaillen ein.


„Gold und Geld macht ihn so keck, dass er denkt, man müsste ihn anbeten und Gott könne seiner nicht entbehren“ schrieb Martin Luther über seinen Zeitgenossen Heinrich VIII., König von England. Münzen und Medaillen waren schon im Reformationsjahrhundert Gegenstand heißer Diskussionen. Nicht nur der (Tausch)-Wert von Münzen wurde beachtet, auch ihre Gestaltung konnte Aufsehen erregen. Als Zahlungsmittel in Jedermanns Hände waren Münzen, klein und mobil, ideales Medium für die Verbreitung von Botschaften und Propaganda. Kein Wunder also, dass auch die evangelischen Fürsten das Geld nutzten, um ihre protestantische Gesinnung werbewirksam bekannt zu machen. Während Münzumschriften und -bilder sich meist noch an Konventionen hielten, ist die Bildsprache der Medaillen, die vor allem als Repräsentationsmittel und Geschenkobjekt dienten, noch wesentlich direkter.

Münzen und Medaillen – was haben diese mit der Reformation und Martin Luther selbst zu tun? Sie greifen zeitgenössische Motive auf und beziehen sich auf diese Weise, ähnlich den Flugschriften und Flugblättern, direkt auf Akteure und Gegenspieler der Reformation. Neben der Popularisierung wichtiger Persönlichkeiten, allen voran protestantische Fürsten und Reformatoren, scherzten satirische Vexierbilder über Papst und Kardinäle, kamen Allegorien in Umlauf. Schließlich feierte man durch „Jubelmuentzen“, die oft den jeweiligen Zeitgeist ahnen lassen, auch die Reformationsjubiläen und hat dadurch viel zum allgemeinen Geschichtsbewusstsein beigetragen.