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Sonderangebot bis 20.12.2019

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 58 farb. Illustrationen, 16 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:128
Format:21 x 28 cm
Gewicht:764 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:14.09.2010
ISBN:978-3-7954-2409-1
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Uta-Christiane Bergemann, Annemarie Stauffer

Reiche Bilder

Aspekte zur Produktion und Funktion von Stickereien im Spätmittelalter

Mit dem Begriff »Sticken« verbindet sich bis heute die Vorstellung der weiblichen Handarbeit im bürgerlichen und klösterlichen Umfeld. Dabei erfuhren die Stickereien, besonders jene aus Gold und Seide, in der mittelalterlichen Gesellschaft eine hohe Wertschätzung. Als Schmuck von Kleidung dienten sie der Repräsentation von Stand und Funktion, an Decken, Kissen und Wandbehängen verliehen sie den Räumen ein variables festliches Ambiente.


Die große Nachfrage und die technisch immer raffiniertere Gestaltung führten zur Herausbildung eines professionellen Handwerkszweiges und zu spezialisierten Herstellungsprozessen im späten Mittelalter. In der Forschung zu mittelalterlichen Textilien standen bislang vor allem deren Ikonographie bzw. Ornamentik und ihre Verwendung zur Repräsentation oder im liturgischen Kontext im Fokus. Weitgehend vernachlässigt wurden die wirtschaftlichen Hintergründe.

Dieses Defizit machte sich eine internationale Tagung zum Thema, die im November 2008 im Deutschen Textilmuseum Krefeld stattfand. Der Band präsentiert nun deren Ergebnisse basierend auf den aktuellen Forschungen u.a. zur Organisation der Werkstätten, zu Herstellungszentren, Handelsbeziehungen sowie der politischen Indienstnahme von Stickereien aus dem Blickwinkel unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen.

Neueste Forschungsergebnisse zu mittelalterlichen Textilien und ihren wirtschaftlichen Hintergründen.


Autoren: Uta-Christiane Bergemann (Krefeld), Heidi Blöcher (Berlin), Thomas Ertl (Berlin), Juliane von Fircks (Mainz), Susan Marti (Bern), Katja Schmitz von Ledebur (Wien), Stephan Selzer (Hamburg), Annemarie Stauffer (Köln)