39,90 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 16 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:456
Format:17 x 24 cm
Gewicht:1259 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:31.05.2010
ISBN:978-3-7954-2317-9
Verlag:Schnell & Steiner

Siegfried Hofmann

Der Ingolstädter Psalter

Ein deutscher Psalter des Spätmittelalters aus der Universitätsbibliothek Heidelberg

Der hier erstmals in einer Leseausgabe einer breiten öffentlichkeit zugänglich gemachte, bisher unveröffentlichte Psalter ist 1438 von Herzog Ludwig dem Gebarteten in auftrag gegeben worden. Der Psalter ist Teil einer für das Ingolstädter Münster gedachten liturgischen Ausstattung und ein bedeutendes Werk der deutschen Psalmendichtung.


Das Ingolstädter Münster, für das der Psalter geschaffen wurde, war seit 1425 Herrschaftskirche des Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt (1392-1446). Die Heinrich von Langenstein zuzuschreibende deutsche Übersetzung war mehr als eine Hilfe zum Verstehen des lateinischen Textes. Sie lässt in
ihrer Frische und Unmittelbarkeit nachempfinden, was es bedeutet hat, sich die Psalmen in deutscher Sprache zu eigen zu machen. Das Münster Zur Schönen Unserer Lieben Frau hat St. Stephan in Wien
zum Vorbild. Mit der sog. »Ottheinrich-Bibel«, einer Armenbibel und dem vom gleichen Schreiber stammenden aufwändigen Kopialbuch der Stiftungen des Herzogs für diese Kirche bildet der Ingolstädter Psalter eine Einheit. Ihn kennzeichnet eine nahezu perfekte Klarheit der Schrift mit floralem
Zierwerk, einer zurückhaltenden Gestaltung der Initialen. Prachtvoller in der Ausfertigung ist das dem Psalter vorgebundene Kalendarium. Erstveröffentlichung des ingolstädter Psalters. Die kraftvolle Sprache der frühen deutschen Übersetzung spiegelt die Veränderungen in der Wahrnehmung der Liturgie wider.


Dr. Siegfried Hofmann, 1960-1995 Leiter des Stadtarchivs und Stadtmuseums Ingolstadt, 1982-1995 Kulturreferent der Stadt. Zahlreiche Veröffentlichungen zur bayerischen Geschichte und Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Ingolstadt.


Herausgeber: Beatrix Schönewald, Ludwig Brandl