66,00 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 34 farb. Illustrationen, 190 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag)
Seitenzahl:376
Format:21 x 28 cm
Gewicht:1754 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:30.10.2008
ISBN:978-3-7954-2098-7
Verlag:Schnell & Steiner

Martin Steffens

Luthergedenkstätten im 19. Jahrhundert

Memoria - Repräsentation - Denkmalpflege

Ein Besuch der Orte, wo Martin Luther gelebt und gewirkt hat, ist oft auch eine Reise ins 19. Jh. Denn viele bedeutende Luthergedenkstätten wurden damals aufwendig umgestaltet und neu ausgestattet. Der reich illustrierte Band stellt vier zentrale Orte des Luthergedenkens in den Mittelpunkt: das Geburts- und das Sterbehaus in Eisleben, die Wartburg und die Schlosskirche in Wittenberg.


Im 19. Jh. wurden viele Erinnerungsorte an das Wirken des Reformators architektonisch aufgewertet
und im Innern museal umgestaltet. Luthers Leben wurde dabei durch geradezu theaterhafte Inszenierungen veranschaulicht und emotional nachvollziehbar gemacht. Zugleich bezog man das Reformationsgedenken auf die eigene Zeit und instrumentalisierte es für aktuelle gesellschaftliche Zwecke. Der Band vollzieht auf der Grundlage intensiver Archivstudien die Entwicklung dieser vier Lutherstätten seit dem 16. Jh. nach. Er zeigt die auf der Suche nach dem adäquaten >>Lutherstil<< verwendeten baulichen und künstlerischen Mittel auf und befragt sie auf ihre kunsthistorischen
Vorbilder sowie auf die Repräsentationsabsichten der unterschiedlichen Auftraggeber. Ein wachsender Einfluss kommt der im 19. Jh. entstehenden Idee der Denkmalpflege zu. Untersuchung von vier Luthergedenkstätten: Geburtshaus und Sterbehaus in Eisleben, Wartburg, Wittenberger Schlosskirche. Schwerpunkt: die Umgestaltungen im 19. Jahrhundert


Martin Steffens promovierte 2006 über das vorgestellte Thema. Seit 2006 ist er Leiter des Projektes t27 in Berlin, seit 2008 künstlerischer Leiter des Kunst- und Kulturfestivals 48 Stunden Neukölln.


"Insgesamt ist eine bauhistorisch äußerst sorgfältig recherchierte, mit einer Vielzahl von bislang unveröffentlichten Plänen ausgestattete, gut lesbare und in ihrer Argumentation überzeugende Arbeit entstanden, die nicht nur einen wichtigen Bereich der protestantischen Memorialkultur, sondern auch der Geschichte der preußischen Denkmalpflege darstellt (...)." (Kunstchronik)


Herausgeber: Stiftung Wartburg