45,00 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Jesuitica
Bandzählung:1 /JES-1
Auflage: 1
Ausstattung: 6 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag)
Seitenzahl:310
Format:23 x 34 cm
Gewicht:2224 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:13.10.1997
ISBN:978-3-7954-1140-4
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Sabine M. Schneider

Trophaea Bavarica - Bayerische Siegeszeichen

Faksimilierter Nachdruck der Erstausgabe München 1597 mit Übersetzung und Kommentar

Trophaea Bavarica ("Bayerische Siegeszeichen, dem heiligen Erzengel Michael in Kirche und Gymnasium der Gesellschaft Jesu geweiht") ist der Titel der Festschrift, die zur Weihe der Münchener Michaelskirche am 6. Juli 1597 Herzog Wilhelm V. und prominenten Gäste überreicht wurde. Die drei Trophaea besten aus lateinischen Gedichten, als deren Verfasser die berühmten jesuitischen Autoren Jacob Gretser und Matthaeus Rader gelten.


Die Texte führen nicht nur in das Zeremoniell von Dedikation und Weihe ein, sondern erschließen vor allem die Ikonographie der Kirche selbst: das Zeichensystem der Architektur, der künstlerischen Ausstattung und der Gemälde, der Kulturformen und der Reliquien. Damit wird die Festschrift von 1597 zu einer singulären kunsthistorischen Quelle, die zugleich die Denkformen der Epoche um 1600, das gegenreformatorische Bildrepertoire und die dynastische Einbindung der liturgischen und theatralischen Festinszenierung exemplarisch sichtbar werden lässt.

Dem faksimilierten lateinischen Text mit den vier Kupferstichen ist erstmals eine deutsche Übersetzung gegenübergestellt. Dem Textteil folgt ein ausführlicher Kommentar, der den literarischen, historischen, kunsthistorischen, religiösen und religionspolitischen Hintergrund der anspielungsreichen Dichtung rekonstruiert. Der Dokumentationsteil bietet neben Abbildungen zur Michaelsikonographie und zur Reliquiensammlung aus dem Schatzbuch von St. Michael auch den faksimilierten Druck der Litaniae Novae, eines bemerkenswerten Dokumentes bayerischer Heiligenverehrung. Ein Nachwort von Günter Hess versucht, die Bedeutung der Festschrift in ihrem historischen Kontext und den komplexen Zusammenhand der poetischen Texte und Bilder in ihrer vielfältigen Deutungstradition darzustellen.