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Sonderangebot bis 23.12.2020

Sprache:deutsch
Reihe:Quellen und Studien zur Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim
Bandzählung:8 /QSGH-8
Auflage:1
Ausstattung:70 farb. Illustrationen, 73 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:376
Format:21 x 28 cm
Gewicht:1751 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:29.01.2014
ISBN:978-3-7954-2043-7
Verlag:Schnell & Steiner

Olaf Wittstock

Philanthrop und Kunstunternehmer

Der Hildesheimer Domherr Johann Friedrich Moritz von Brabeck (1742-1814)

Mit Johann Friedrich Moritz von Brabeck tritt eine Persönlichkeit neu ins Blickfeld, die den kulturellen Beteiligungswillen und den hohen Bildungsstand der geistlichen Fürstentümer am Ende des alten Reiches exemplarisch sichtbar macht. Stationen seines Lebens werden im vorliegenden Band mit erstmals bearbeiteten Quellen zu einer kulturellen Biografie verwoben. Wichtige Erkenntnisse zu frühmodernem Mäzenatentum und vorstaatlichem Kulturhandeln


Der Hildesheimer Domherr, Kunstförderer und Philanthrop Moritz von Brabeck wusste früh um die epochale Bedeutung von Kultur und Bildung. Als Zeitgenosse von Lessing, Knigge und Goethe steht er für ein Denken und Handeln, das den Besitz von Kulturgütern nicht mehr nur als Standeserfordernis ansieht, sondern darin v.a. ein Mittel zur Selbstkultivierung und zur Anhebung von Geschmack und Bildung erkennt. So zeigt sich in ihm an der Wende vom 18. zum 19. Jh. der Typus des philanthropischen Kunst- und Kulturunternehmers, der ohne staatlichen Rückhalt - somit auf eigene Kosten - die kulturelle Beteiligung des breiten Publikums anstrebt. Seine Pläne zur Modernisierung der Künstlerausbildung, seine Vorschläge zur Heranziehung von Führungsschichten, seine energische Rolle bei der Begründung von Kupferstichkabinetten sowie seine pädagogischen Aktivitäten im Fürstentum Hildesheim tragen kulturstaatliche Züge und nehmen damit ein Handeln voraus, das erst nach 1815 landesweit Gestalt annimmt. Über Deutschland hinaus berühmt wurde seine öffentlich zugängige Gemäldesammlung auf Schloss Söder bei Hildesheim, die das Ziel unzähliger Kunstpilger war und u.a. in Umfang und Qualität den Vergleich mit den fürstlichen und später staatlichen Galerien in Salzdahlum, Kassel und Potsdam aushalten konnte. Maßgeblicher Beitrag zur niedersächsischen und deutschen Kulturgeschichte des ausgehenden 18. Jhs. Wichtige Erkenntnisse zu frühmodernem Mäzenatentum und vorstaatlichem Kulturhandeln.

Maßgeblicher Beitrag zur niedersächsischen und deutschen Kulturgeschichte des ausgehenden 18. Jahrhunderts
Wichtige Erkenntnisse zu frühmodernem Mäzenatentum und vorstaatlichem Kulturhandeln


Dr. Olaf Wittstock promovierte mit dieser Arbeit bei Prof. Dr. Josef Nolte im Fachbereich II Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation an der Universität Hildesheim.