39,90 EUR

Sprache:deutsch
Auflage:1
Ausstattung:17 Lageskizzen , 126 s/w Illustrationen, 44 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Efalin fadengeheftet mit Schutzumschlag)
Seitenzahl:312
Format:17 x 24,5 cm
Gewicht:1176 g
Lieferbarkeit:Vergriffen
Erscheinungstermin:02.10.2007
ISBN:978-3-7954-1864-9
Verlag:Schnell & Steiner

Antoine de Schryver

Das Gebetbuch Karls des Kühnen

Ein flämisches Meisterwerk für den Hof von Burgund

Karl der Kühne, Herzog von Burgund (reg. 1467–1477), war eine schillernde Persönlichkeit, sein Hof einer der glanzvollsten in Europa. Als Mäzen stellte er höchste Ansprüche an die für ihn gefertigten Werke. Seine Neigung zu Prunk spiegelt sich auch in seinem Gebetbuch wider, das heute als Ms. 37 im J. Paul Getty Museum in Los Angeles aufbewahrt und im vorliegenden Band in seiner ganzen Pracht präsentiert wird.


Gebetbücher sind stets sehr persönliche Werke, die die Wünsche des jeweiligen Auftraggebers wiedergeben. Dieses Büchlein (124 x 92 mm) ist ein klassisches Beispiel, das den hohen Stellenwert von Karls Andachtsübungen aufzeigt. Es wurde vermutlich kurz nach seiner Amtsübernahme
in Auftrag gegeben und im Sommer 1469 fertig gestellt.

Der Experte Antoine de Schryver liefert eine detaillierte Beschreibung der Handschrift und ihrer spannenden Geschichte. Anhand von Dokumenten ist die Gestaltung des Buchhauptteils den bedeutenden flämischen Künstlern Nicolas Spierinc und Lieven van Lathem zuzuschreiben.
Spierinc zeichnete sich für den Text verantwortlich, während van Lathem, der von den van Eycks beeinflusst war, 39 ganzseitige Miniaturen im originalen Teil der Handschrift fertigte.

Reiche Darstellung eines bedeutenden Beispiels der burgundischen Buchmalerei.

Ausstellung "Karl der Kühne (1433–1477)“ im Historischen Museum Bern vom 25.04.–24.08.2008.

Mit 44 Farbtafeln und vielen Vergleichsabbildungen.


Der Autor: Antoine de Schryver († 2005) war bis zu seiner Emeritierung 1989 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Gent. Seit den Forschungsarbeiten für seine Dissertation beschäftigte er sich - neben seinem generellen Schwerpunkt südniederländischer Buchmalerei - immer wieder mit dem Gebetbuch Karls des Kühnen.