128,00 EUR

Sprache:deutsch
Auflage:1
Ausstattung:479 farb. Illustrationen, 1 Landkarte , 26 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag)
Seitenzahl:680
Format:21 x 28 cm
Gewicht:3000 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:25.07.2007
ISBN:978-3-7954-1637-9
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Erwin Gatz

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe

im Heiligen Römischen Reich 1648 - 1803

Wappen entstanden im Mittelalter aus praktischen Gründen als farbige Kennung auf den Schilden. In der späten Reichskirche waren sie zu Herrschafts-, Hoheits-, Stifter- oder auch Eigentumszeichen geworden. Der vorliegende Band dokumentiert erstmals die farbigen Wappen aller Diözesanbischöfe und der Hochstifte von 1648 bis 1803.


Ursprünglich aus der Welt des Adels und ihrer Turniere erwachsen, wurden Wappen auch von nichtadeligen Korporationen und Institutionen verwandt. Da die Diözesanbischöfe der späten Reichskirche fast ausnahmslos aus der Adelsgesellschaft und z. T. aus regierenden Fürstenhäusern hervorgingen, enthalten ihre Wappen meist sowohl Elemente ihrer Familienwappen als auch der Wappen ihrer Hochstifte. Jede Translation auf ein anderes Bistum und jede Übernahme eines neuen Bistums veranlasste daher eine Neufassung des Wappens. Die ca. 500 Wappen sind nach historischen Quellen neu gezeichnet, heraldisch erklärt (blasoniert) und durch Personal-, Orts- und Motivregister erschlossen. Zu jedem Wappen gibt es Quellen- und Literaturnachweise.

Die Wappen der Auftraggeber an zahlreichen Bauten und Kunstwerken wie auch auf Urkunden sind nicht nur eine Zier, sondern erleichtern den Zugang zu deren Einordnung. Der Band bildet somit einen wichtigen Beitrag zur Kultur der Reichskirche und ihrer geistlichen Führungsschicht. Nicht zuletzt empfiehlt er sich durch seine glänzende Ausstattung.

2002 erschien der fünfte Band des biographischen Lexikons der Bischöfe im Hl. Römischen Reich bzw. in den deutschsprachigen Ländern. Dieses Werk präsentiert in ca. 5500 Lebensbildern bzw. Biogrammen alle zwischen 1198 und 2001 amtierenden Diözesanbischöfe, seit der Frühen Neuzeit auch alle Weihbischöfe und Generalvikare im genannten Raum.

2003 legte Gatz einen Band über die Geschichte der Bistümer im Hl. Römischen Reich vor. Ein Band zur Bistumsgeschichte in den deutschsprachigen Ländern von der Säkularisation bis zur Gegenwart folgt 2005. Der vorliegende Wappenband schließt sich an diese Publikation an.


Prof. Dr. Erwin Gatz ist Rektor des Campo Santo Teutonico, geschäftsführender Direktor des Römischen Institus der Görres-Gesellschaft und u. a. Herausgeber des Lexikons der Bischöfe der deutschsprachigen Länder.


"Kirchenhistorisch interessierte Kreise und Heraldiker werden ohne dieses Handbuch künftig nicht mehr auskommen können." (Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte) "Es bleibt als Fazit festzuhalten, dass sich der sowohl inhaltlich wie auch künstlerisch gelungene Wappenband als grundsätzliches Übersichts- und Nachschlagewerk empfiehlt und deshalb in keiner heraldischen Bibliothek fehlen sollte." (Der Wappen-Löwe) "Alles in allem stellt dieses vorzüglich ausgestattete Nachschlagewerk eine eindrucksvolle Leistung dar, mit deren Veröffentlichung Herausgeber und Verlag in vorbildhafter Weise eine Lücke in der heraldischen Literatur schließen. Der inhaltsreiche und ästhetisch sehr ansprechende Band, der seinen hohen Preis zweifellos wert ist, eröffnet einen ganz eigenen Blick auf "die Kultur der späten Reichskirche und ihrer geistlichen Führungsschicht", wie Erwin Gatz in seinem Vorwort bemerkt (S. 5). Er wird nicht nur Archivaren, Heraldikern, Heimatforschern sowie Kirchen- und Kunsthistorikern bei der Erschließung der heraldischen Bildersprache wertvolle Dienste leisten, sondern auch auf lange Zeit hin ein Standardwerk der kirchlichen Heraldik sein. Jeder an Wappen interessierte Leser wird immer wieder gerne und mit großem Gewinn zu diesem schönen Buch greifen, dem der Herausgeber hoffentlich bald ein Fortsetzungsband dür die Zeit nach 1803 folgen lässt." (Informationsmittel IFB)