9,90 EUR

Sprache:deutsch
Auflage: 1
Ausstattung: 138 s/w Illustrationen, 21 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Softcover (Broschur fadengeheftet)
Seitenzahl:396
Format:17,5 x 24,5 cm
Gewicht:944 g
Lieferbarkeit:Vergriffen
Erscheinungstermin:26.07.2001
ISBN:978-3-7954-1421-4
Verlag:Schnell & Steiner

Hugo Schnell, Uta Schedler

Lexikon der Wessobrunner

Künstler und Handwerker. Studienausgabe

Stuck - Ausdruck des süddeutschen Barocks und Rokokos. Schlicht oder farbig gefasst passt er sich in die zum Teil bedeutend älteren Kirchen- und Klosterbauten ein. Durch das Zusammenspiel mit Licht und Umgebung schafft er neue, einem veränderten Stilgefühl angemessene Ausdrucksformen und durch die enge Verflechtung mit Architektur, Skulptur und Malerei wird jeder Barockkirche die Aura eines Gesamtkunstwerkes verliehen.


Bis zur Inventarisierung der Kunstdenkmäler Bayerns Ende des 19. Jh. war die Existenz der Wessobrunner Stukkatoren in der Kunstgeschichte unbekannt. Heute sind ihre Dekorationen längst zu einem Inbegriff süddeutscher Kunst des Barocks und Rokokos geworden. Ein Grundprinzip ihrer Arbeit, die dekorative Einheit des Innenraums, von Wand und Gewölbe, setzt die Wessobrunner deutlich von den ebenfalls in Bayern aktiven italienischen Stukkatoren ab.

Inzwischen sind Hunderte von Vertretern einzelner Familien, die im Umkreis des Klosters Wessobrunn wohnten und über Generationen ihr Handwerk vererbten, bekannt. Zu nennen sind hier beispielhaft die Familien Feichtmayr und Schmuzer oder auch Dominikus und Johann Baptist Zimmermann. Sie alle gestalteten Kirchen in ihrer eigenen Art und verfeinerten Stuck und seine Verwendung vom schlichten rahmenden Dekorationselement hin zu einer die einzelnen Bestandteile verbindenden Kunstform.

Die Kunstfertigkeit der Wessobrunner Stukkatoren ist nicht auf Bayern beschränkt, deckten sie mit ihren Arbeiten ganz Süddeutschland ab. Bis weit ins Badische sind berühmte Beispiele zu nennen, so etwa St. Fridolin in Bad Säckingen oder die Klosterkirche Birnau mit ihrem weltbekannten Honigschlecker. Auch Österreich, die Schweiz und Böhmen zieren Kunstwerke aus der Wessobrunner Schule.

Das Lexikon erfasst alle bisher namhaft gewordenen Wessobrunner, wobei nicht nur ihre Stuckarbeiten, sondern auch ihre Tätigkeit als Baumeister, Maler und Bildhauer berücksichtigt wurden. Auch die Künstler, die nicht explizit mit einzelnen Arbeiten in Verbindung gebracht werden können, aber nachweislich auf dem Gebiet tätig waren, werden aufgeführt.

Somit bildet das Lexikon der Wessobrunner die Grundlage und Ausgangsposition für jede weitere Forschung, wobei das Standardwerk erstmals in einer preisgünstigen Studienausgabe vorliegt, die in Inhalt und Bebilderung exakt mit der Originalausgabe übereinstimmt.


"Als preisgünstige Studienausgabe ist dieses Standardwerk über einen bedeutenden Abschnitt der bayerischen Kunstgeschichte schon ab mittleren Beständen zu empfehlen." Bavarica-Liste