49,95 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Adiaphora
Bandzählung:3 /ADP-3
Auflage: 1
Ausstattung: 175 s/w Illustrationen, 106 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag)
Seitenzahl:400
Format:21 x 28 cm
Gewicht:1409 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:24.11.1999
ISBN:978-3-7954-1202-9
Verlag:Schnell & Steiner

Renata von Poser

Rudolf Schäfer - Kirchenausstattungen

Religiöse Malerei zwischen Bibelfrömmigkeit und Pathos

Heute weitgehend vergessen, war Rudolf Schäfer (1878?1961) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer breiten evangelischen Öffentlichkeit als kirchlich engagierter Künstler bekannt.


Der Sohn Theodor Schäfers, des Leiters der Diakonissenanstalt Hamburg-Altona, verbrachte seine Jugend im Wirkungsbereich der Diakonie; ihren Einrichtungen blieb er zeitlebens eng verbunden. Schon früh begann sich Rudolf Schäfer für Theologie zu interessieren; er wurde zum profunden Kenner der Heiligen Schrift und bibelexegetischer Werke.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Schäfer an den Akademien von München und Düsseldorf. Unter dem Einfluss Eduard von Gebhardts wandte er sich der kirchlichen Kunst zu. Seine Kenntnis frühchristlicher Ikonographie fand ihren Niederschlag in den Bildprogrammen seiner Sakralausstattungen. Schäfer, der sich ebenso als Künstler wie als Verkünder des Evangeliums empfand, stellte sein Werk weitgehend in den Dienst kirchlicher Graphik und Malerei. Neben einem reichen graphischen Oeuvre - darunter den berühmten Illustrationen zur Bibel - entstanden mehr als 50 malerische Werke für Sakralräume. Unter ihnen nehmen Altäre und Ausstattungen für Diakonissenkirchen einen besonderen Raum ein; die Bedeutung dieser Malereien liegt vor allem in ihrer neuartigen, auf den Beruf der Diakonisse zugeschnittenen Ikonographie.

In einem ausführlichen und reich illustrierten Katalog werden die Ausstattungen Rudolf Schäfers für Sakralräume vorgestellt und einer kritischen Würdigung unterzogen. Darüber hinaus werden die Bibelinterpretation des Künstlers in den kirchlichen Werken und die Berührungspunkte mit theologischen Strömungen des 19. Jahrhunderts umfassend untersucht. Bildwerke religiöser Thematik für profane Räume diakonischer Einrichtungen - wie das Neudettelsauer Triptychon - finden in einem Anhang Aufnahme.