24,95 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Studien zur christlichen Kunst
Bandzählung:2 /SCK-2
Auflage:1
Ausstattung:136 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag)
Seitenzahl:288
Format:21 x 28,5 cm
Gewicht:1331 g
Lieferbarkeit:Vergriffen
Erscheinungstermin:27.10.1999
ISBN:978-3-7954-1205-0
Verlag:Schnell & Steiner

Karsten Falkenau

Die Concordantz alt und news Testament

Ein Hauptwerk biblischer Typologie des 16. Jhs. illustriert von Augustin Hirschvogel

Gegenstand der Untersuchung ist ein "Concordantz alt vnd news Testaments" betiteltes Buch, das 1550 in Wien erschien. Es enthält einen Radierungszyklus des Nürnberger Künstlers Augustin Hirschvogel (1503-53). Die 238 Illustrationen stellen Begebenheiten aus der Bibel dar, die nach dem Prinzip der Typologie aufgebaut sind: Zugrunde liegt die mittelalterliche Vorstellung, wonach jedes Ereignis aus der Lebens? und Leidensgeschichte Christi im Neuen Testament bereits durch eines oder mehrere Ereignisse im Alten Testament vorweggenommen und angekündigt (präfiguriert) wurde.


So konstruierte man z.B. eine Parallele zwischen den drei Tagen, die Jonas im Bauch des Walfisches verbrachte, um dann wieder unversehrt ausgespien zu werden, und der dreitägigen Grabesruhe Christi, der am Ostersonntag auferstand.

Auch in nachmittelalterlicher Zeit wurde noch vereinzelt an dieses typologische Denken angeknüpft, wofür die "Concordantz" ein herausragendes Beispiel ist: zum einen wegen der sehr großen Zahl der behandelten Ereignisse (238 Begebenheiten aus der Bibel), zum anderen, weil hier neue typologische Kombinationen aufgestellt werden, die es zuvor noch nicht gegeben hatte. Für einige Szenen, besonders aus dem Alten Testament, gab es bis zu Hirschvogels Werk keine ikonographische Tradition; es handelt sich hier also um komplette Neuschöpfungen.

Der Zyklus, der bislang aufgrund der verschiedenen Buchausgaben und verstreuten Einzelblätter nicht zu überblicken war, wird hier erstmals vollständig zusammen mit erläuternden Vergleichsabbildungen publiziert, kommentiert und damit der kunstwissenschaftlichen und theologischen Forschung wieder zugänglich gemacht.


Herausgeber: Dr. Gregor Lechner