39,90 EUR

Sprache:deutsch
Auflage:1
Ausstattung:34 s/w Illustrationen, 164 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (cell. Pappband fadengeheftet)
Seitenzahl:356
Format:22,8 x 29,8 cm
Gewicht:1804 g
Lieferbarkeit:Vergriffen
Erscheinungstermin:24.08.1998
ISBN:978-3-7954-1189-3
Verlag:Schnell & Steiner

Nigel F. Palmer

Zisterzienser und ihre Bücher

Die Mittelalterliche Bibliotheksgeschichte von Kloster Eberbach im Rheingau

"Ein Kloster ohne Bücher ist wie ein Staat ohne Macht, eine Burg ohne Mauer ... ein Baum ohne Blätter."

Eberbach im Rheingau, eine der bedeutendsten Zisterzienserabteien in Deutschland, besaß ein Skriptorium und schon früh eine Bibliothek, die später nicht nur um zahlreiche Handschriften, sondern auch um wertvolle Inkunabeln erweitert wurde. Dieser umfangreiche Bestand war in dem um 1480 errichteten, ältesten der heute noch erhaltenen Bibliotheksgebäude der Zisterzienser in Deutschland untergebracht.


Nigel F. Palmer, seit 1992 Inhaber des Lehrstuhls für ältere Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Oxford und Mitglied der British Academy, untersucht in dieser Monographie erstmals die nahezu völlig unbekannte Geschichte dieser Klosterbibliothek und bietet eine erhellende Darstellung ihrer Bestände:

Die heute in zahlreichen Bibliotheken in Deutschland und England verborgen liegenden Schätze der ehemals in Eberbach befindlichen Handschriften und Inkunabeln werden ans Licht gebracht, ihre Verschleppungsgeschichte im Dreißigjährigen Krieg dem Fachmann wie auch dem interessierten Leser aus dem Dunkel der Geschichte hervorgeholt.

Auch greift Palmer bestimmte Aspekte heraus, die den Zusammenhang zwischen dem erhaltenen Bücherbestand und dem geistigen Leben der Eberbacher Mönche in Mittelalter und früher Neuzeit beleuchten. Dabei bildet die institutionelle Geschichte den Rahmen für die Zusammenführung der kodikologischen, literatur- und theologiegeschichtlichen, sowie der historischen Aspekte zur Klosterbibliothek.

Ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog mit dem Verzeichnis von annähernd 200 erhaltenen mittelalterlichen Eberbacher Handschriften und Codices, sowie die Erstedition des Eberbacher Bibliothekskatalogs von 1502 ergänzen dieses repräsentative Standardwerk. In 200 brillanten, größten teils in Farbe dargebotenen Abbildungen sind die wichtigsten Handschriften ganz oder im Detail vor Augen geführt und bieten ein visuelles Vergnügen ersten Ranges.