39,95 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Adiaphora
Bandzählung:1 /ADP-1
Auflage: 1
Ausstattung: 253 farb. Illustrationen, 8 s/w Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (Leinen fadengeh. m. Schutzumschlag)
Seitenzahl:276
Format:21 x 28 cm
Gewicht:1085 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:06.07.1998
ISBN:978-3-7954-1155-8
Verlag:Schnell & Steiner

Ulrike Mathies

Die protestantischen Taufbecken Niedersachsens

von der Reformation bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts

Lutherische Kirchen verfügen oft über schöne Kirchenräume und sehr ansehnliche Kunstwerke lutherischer Prägung. Dabei gehören Taufbecken aus Metall, Stein oder Holz neben Altar und Kanzel zu den Prinzipalstücken evangelischer Kirchenausstattungen. Gerade in Niedersachsen zählen Taufbecken zu den ersten Trägern eines reichen reformatorischen Bildprogramms. Trotzdem hat sie die Forschung bisher vernachlässigt: Eine Lücke, die mit dieser reich bebilderten Publikation endlich geschlossen wird.


Im ersten Teil dieses reich ausgestatteten Bandes über die Taufbecken Niedersachsens analysiert Ulrike Mathies ausführlich das auch kunsthistorisch bedeutsame Messingbecken von 1547 in St. Andreas in Hildesheim sowie seine direkten Nachfolgewerke. Das Taufbecken von St. Andreas ist nicht nur eines der ältesten protestantischen überhaupt, sondern bildet mit seinen 12 Reliefbildern einen der umfangreichsten Bilderzyklen zum Thema der Taufe mit programmatisch protestantischer Ikonographie. Das monumentale Gusswerk von insgesamt 230 cm Höhe darf man sich als eine gezielt in der Evangeliumsverkündigung eingesetzte, illustrierte Tauflehre vorstellen.

Neben einer ausführlichen Auflistung aller 208 erhaltenen protestantischen Taufbecken - im Gebiet des heutigen Niedersachsen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges - bietet der zweite Teil detaillierte Einzelbeschreibungen. Mit über 250 neu angefertigten Fotos werden die wichtigsten Taufbecken ganz und im Detail vor Auge geführt. Mit lebendig geschriebenen Texten erschließt Ulrike Mathies dem Leser einen profunden Zugang zur engen Verflechtung von Kunst und Theologie der damals noch jungen Konfession. Abgerundet wird das repräsentative Handbuch mit einer Liste der beteiligten Gießer und Bildhauer, einem ikonographischen Index, sowie durch das umfangreiche Literaturverzeichnis.