76,00 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Eikoniká. Kunstwissenschaftliche Beiträge, im Auftrag der Görres-Gesellschaft
Bandzählung:11 /EIKO-11
Auflage:1
Ausstattung:210 s/w Illustrationen 67 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:400
Format:21 x 28 cm
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:18.11.2021
ISBN:978-3-7954-3657-5
Verlag:Schnell & Steiner

Nadine Mai

Jerusalem-Transformationen

Die Brügger Jerusalemkapelle und die monumentale Nachbildung der Heiligen Stätten um 1500

Die Nachbildung und der Transfer von Heiligen Stätten in Jerusalem und weiter gefasst die Rezeption und Transformation von Jerusalembildern und -vorstellungen sind seit langem im Blickfeld einer vor allem architekturgeschichtlichen Forschung. Die vorliegende Arbeit behandelt das nur wenig beachtete und kunsthistorisch kaum bearbeitete Architektur- und Denkmalensemble des "Jheruzalem" in Brügge als ein spektakuläres
Zeugnis für die Auseinandersetzung mit den Heiligen Stätten in der Zeit um 1500.

- Erschließung eines bislang wenig beachteten Gesamtkomplexes
- wichtiger Beirag zur mittelalterlich- frühneuzeitlichen Jerusalem-Rezeption


Erstmals legt Nadine Mai zur Brügger "Jeruzalemkapel", einem der am besten erhaltenen Jerusalem-Ensembles und Stiftungskomplexe des europäischen Spätmittelalters, eine umfassende Studie vor. Im Zentrum ihrer Forschungen steht dabei nicht nur die Architektur dieser faszinierenden Kapelle, sondern auch ihre vielfältigen Funktionen sowie die noch kaum rezipierte Ausstattung mit Bildwerken, Reliquien und Epitaphen. Ausgehend von der Brügger Kapelle beschäftigt sich Mai dabei mit der Herstellung und Übertragung von Heiligen Orten um 1500 insgesamt und erarbeitet erstmals systematisch und zugleich differenziert einen breiten Zugang zu den im Kontext der Jerusalemrezeption zentralen monumentalen Darstellungsformen. Über die Auswertung teils noch unbeachteter Archivalien eröffnet die Arbeit zudem neue und spannende Einblicke in die Lebenswelt der Stifterfamilie Adornes und des an die Kapelle angeschlossenen Frauenstifts.


Nadine Mai legt mit dieser Arbeit ihre Dissertation vor, die sie im Fach Kunstgeschichte an der Uni Hamburg eingereicht hat.