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Sprache:deutsch
Reihe:Römisch Germanisches Zentralmuseum
Bandzählung:145 /RGZM-145
Auflage:1
Ausstattung:107 meist farbige Abb.
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:512
Format:21 x 30 cm
Lieferbarkeit:In Planung Q2/2021
ISBN:978-3-7954-3624-7
Verlag:Schnell & Steiner

Béla Miklós Szöke

Pannonien in der Karolingerzeit

Der vorliegende Band geht detailliert auf eine bisher kaum bekannte Periode des Karpatenbeckens ein: die östliche Expansion des Karolingerreiches – jene knapp 100 Jahre zwischen Untergang des Awarenkhaganats und der Entstehung des ungarischen Fürstentums.


Pannonia umfasste den Großteil Transdanubiens und des Save-Drau-Zwischenstromlandes, wo sich ab Mitte des 9. Jahrhunderts kleinere Grafschaften etablierten. Die bekannteste war die Grafschaft in Unterpannonien mit Zentrum Mosaburg, das Priwina und sein Sohn Chezil ab den 840er Jahren in Zalavár-Vársziget (Burginsel) ausbauten. In Unterpannonien, das zum Missionssprengel des Salzburger Erzbistums gehörte, wurden zwischen 840 und 870 bis zu 30 Kirchen erbaut, von denen heute bereits fünf als archäologisch identifiziert gelten. Konstantin (Kyrill) und sein Bruder, Erzbischof Method, waren kurz in Mosaburg tätig. Ende der 880er Jahre stand hier eine Königspfalz Arnolfs von Kärnten, des ostfränkischen Königs. Er überließ Mosaburg 896 Herzog Braslav, der die Siedlung mit einer starken Wallkonstruktion umgab.
Den seit über 70 Jahren fortwährenden Ausgrabungen ist zu verdanken, dass wir heute bereits über ein zuverlässiges Bild der Siedlungsgeschichte, der Bau- und Kunstdenkmäler, der gesellschaftlichen Hierarchie, ethnischen Zusammensetzung und kulturellen Verbindungen der Mosaburger Grafschaft verfügen.