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Sprache:deutsch
Auflage:1
Ausstattung:ca. 1000 meist farbige Abbildungen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:712
Format:24 x 31 cm
Lieferbarkeit:In Planung Q4/2020
ISBN:978-3-7954-3548-6
Verlag:Schnell & Steiner

Stefanie Nagel

Die figürlich gravierten Gläser der Spätantike

Archäometrische und archäologische Untersuchungen, 2 Bde.

Die bedeutende Denkmälergruppe der spätantiken figürlich gravierten Gläser wurde bisher weder zusammenfassend behandelt, noch gibt es ausführliche Untersuchungen zu einzelnen sogenannten Werkstattgruppen. Die vorliegende Arbeit erschließt diese faszinierende Gattung unter Einbeziehung aufwendiger archäometrischer Untersuchungen, die zahlreiche neue Erkenntnisse ergeben haben. Reich bebildert und mit einem detaillierten Suchapparat versehen stellt es ein wertvolles neues Arbeitsinstrument für Forscher dar.

• Erstmalige Gesamtschau dieser Glasgefäßgruppe mit reicher Bebilderung und zeitgemäßer Dokumentation (Ergebnisse chemischer Analysen, Mikroskopaufnahmen).
• Neueste Erkenntnisse zur Handwerkskunst der Glasgravur in der Spätantike, auf denen eine Neubewertung der Stilgruppen basiert.


Seit mehr als 150 Jahren üben die spätantiken Gläser mit graviertem Figurendekor durch die Vielfalt der auf ihnen dargestellten Bildthemen und die beigefügten Inschriften eine besondere Faszination aus. An der Schnittstelle von Glasforschung, Archäologie und Epigraphik stehen sie im Fokus unterschiedlicher Forschungsdisziplinen. Eine ganzheitliche interdisziplinäre Erschließung dieser Materialgruppe fehlte jedoch bislang.
Das vorliegende Werk präsentiert erstmals den gesamten heute international greifbaren Bestand, der, basierend auf einer einheitlichen modernen Dokumentation, neu diskutiert und bewertet wird. Einen Schwerpunkt bildet die lange vernachlässigte Erörterung der Herstellungstechnik. Die aus Mikroskopaufnahmen und durch 3-D-Messverfahren gewonnenen Erkenntnisse bieten noch nie dagewesene Einblicke in die Handwerkskunst der Glasgravur und Forschern die Möglichkeit einer besseren Zuweisung von Neufunden zu bestimmten Stilgruppen.


Stefanie Nagel, geb. 1985, studierte Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte, Historische Hilfswissenschaften und Didaktik der Geschichte in Halle und Göttingen. Von 2014-2018 arbeitete sie an der Georg-August-Universität Göttingen an dem DFG-geförderten Forschungsprojekt „Die figürlich gravierten Gläser der Spätantike“.