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Sprache:deutsch
Reihe:Schriftenreihe des Zentrums für Mittelalterausstellungen Magdeburg
Bandzählung:6 /SZMM-6
Auflage:1
Ausstattung:44 s/w Illustrationen, 88 farb. Illustrationen
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:296
Format:18 x 25 cm
Gewicht:1204 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:25.06.2020
ISBN:978-3-7954-3515-8
Verlag:Schnell & Steiner

Herausgeber: Stephan Freund, Gabriele Köster

Albrecht der Bär, Ballenstedt und die Anfänge Anhalts

Albrecht der Bär (* um 1100, † am 18. November 1170), Graf von Ballenstedt, für wenige Jahre Herzog von Sachsen und ab 1157 schließlich Markgraf von Brandenburg, zählt bis heute zu den großen Persönlichkeiten des 12. Jahrhunderts und wird als „Gründer“ der Mark Brandenburg sowie des Fürstentums Anhalt angesehen.


Im November 2020 jährt sich der Todestag Albrechts des Bären zum 850. Mal. Aus diesem Anlass widmete sich im Jahr 2019 eine wissenschaftliche Tagung diesem bedeutenden askanischen Herrscher, der Stadt Ballenstedt sowie den Anfängen Anhalts, deren Ergebnisse mit diesem Band vorgelegt werden. Zwölf anerkannte Forscherinnen und Forscher betten Albrecht den Bären in die politisch-strukturellen Kontexte seiner Zeit ein, zeigen auf, wie er seinen Weg durch das von Umbrüchen gekennzeichnete 12. Jahrhundert nahm und welchen Herausforderungen um Herrschaft und Missionierung er in Gestalt von Gegenspielern und Konflikten begegnete. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Wirkungsgeschichte Albrechts des Bären, vor deren Hintergrund zur kritischen Auseinandersetzung mit der teilweise bis in die Gegenwart bestehenden Glorifizierung und damit einhergehenden Instrumentalisierung der Person Albrechts angeregt werden soll. Dabei wird insbesondere aufgezeigt, wie der Nationalsozialismus Albrecht als Wegbereiter einer deutschen Ostpolitik umdeutete, missbrauchte und sich dieses Geschichtsbild auf die eigens im Schloss Ballenstedt errichtete Gruft auswirkte.

-(Sachsen-)Anhalt im 12. Jahrhundert

-historische Entwicklungen vom Hochmittelalter bis in die Geschichte der DDR


Prof. Dr. Stephan Freund ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt zum einen auf der Europäischen Geschichte des frühen und hohen Mittelalters im epochen- und länderübergreifenden Vergleich, zum anderen innerhalb des Pfalzenarbeitskreises Sachsen-Anhalt (Vorbereitung der wissenschaftlichen Erschließung sowie der touristischen Vermarktung der Königspfalzenlandschaft Sachsen-Anhalt). Dr. Gabriele Köster ist Kunsthistorikern und Direktorin der Magdeburger Museen. Sie ist im Vorstand des Zentrums für Mittelalterausstellungen (ZMA), dessen Kernaufgaben im „Erforschen“, „Ausstellen“ und „Vermitteln“ der reichen mittelalterlichen Geschichte Sachsen-Anhalts und darüber hinaus Mitteldeutschlands liegen.