86,00 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Jesuitica
Bandzählung:19 JES-19
Auflage: 1
Ausstattung: 165 farb. Illustrationen, 92 s/w Illustrationen
Erscheinungstermin:06.03.2014
Medium:Buch
Einbandart:Hardcover (fadengeh. Pappband)
Seitenzahl:432
Format:21,5 x 29 cm
Gewicht:2103 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
ISBN:978-3-7954-2731-3

Christine Schneider

Kirche und Kolleg der Jesuiten in Dillingen an der Donau

Studien zu den spätbarocken Bildprogrammen „UT IN NOMINE IESU OMNE GENU FLECTATUR“

In Dillingen a. d. Donau entstand 1563 die erste Jesuitenuniversität im deutschen Reich, die fortan die Bildungs- und Geistesgeschichte der katholischen Gebiete maßgeblich prägte. Im zweiten Drittel des 18. Jh. stattete der Orden die Kirche und das Kolleg mit repräsentativen Bildprogrammen aus, die hier erstmals umfassend untersucht und aufwendig bebildert vorgestellt werden.


Historienbilder, Allegorien und Embleme sind Teil dieser komplexen Bilderfindungen, die von den Jesuiten erdacht und mit den Mitteln der barocken Raumkunst realisiert wurden. Neben der Jesuitenkirche sind sie in insgesamt sieben Räumen des Kollegs erhalten. Dazu zählen z.B. ein Speisesaal, ein Bibliothekssaal, Treppenhäuser, eine Hauskapelle und ein Lehrsaal für die Experimentalphysik. Die ikonographische Bearbeitung dieser weitgehend unbekannten Bildprogramme bildet den Schwerpunkt des Bandes. Unter Einbeziehung des originalen Buchbestandes der Jesuitenuniversität entstehen dabei Einblicke in das weltweite Wirken des Ordens in seinen Missionsgebieten oder in den akademischen Lehrbetrieb, mit seinem Vorrang der theologischen Fakultät entsprechend der jesuitischen Studienordnung. Die Darlegung marianischer Glaubensgeheimnisse sowie die spirituelle Gottessuche auf der Grundlage der Geistlichen Übungen des Ordensgründers erweitern das Themenspektrum.

Bedeutender kunstwissenschaftlicher Beitrag zur Erforschung der Universitätslandschaft am Übergang von Spätbarock zur Aufklärung

Die Autorin verknüpft in ihrer Dissertation die Ergebnisse zur Ordensikonographie, Mariologie und Naturphilosophie innovativ mit Fragen zur Bildinvention und zum Bildgebrauch


Dr. Christine Schneider studierte Kunstgeschichte und Chemie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Für ihre Dissertation erhielt sie den Wetzstein-Preis für Kunstgeschichte 2010. Seit 2012 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege tätig.


Herausgeber: Julius Oswald SJ, Veronika Lukas, Claudia Wiener, Ruprecht Wimmer